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6.01.2016 | Rathaus Osterspai

Spendenübergabe an die „IGEL Jugend- und Familienhilfe“

 

 

 

 

Die Vorstandsmitglieder des Rathaus- und Kulturvereins Osterspai e. V. freuten sich über den Erlös aus dem vor kurzem veranstalteten „Balladenabend“ im Rathaus, der – wie bereits vorgesehen – nunmehr der „IGEL Jugend- und Familienhilfe“ als Spende übergeben wurde.

Die IGEL Jugend- und Familienhilfe unterhält u. a. in Kamp-Bornhofen die Wohngruppe „Villa Maria“, in der zur Zeit 9 jugendliche unbegleitete Flüchtlinge aus Afghanistan, Iran und Somalia Zuflucht gefunden haben, junge Menschen, die noch nicht volljährig sind und ohne sorgeberechtigte Begleitung aus ihrem Heimatland in ein fremdes Land, nach Deutschland, flüchteten.  Vorab waren sie durch das örtlich zuständige Jugendamt in Obhut genommen worden.

Vorstandsmitglieder und die Akteure des „Balladenabends“ des Osterspaier Rathausvereins besuchten die Villa Maria und erhielten im Gespräch mit Frau Sowinski und einem ihrer Mitarbeiter einen ersten Eindruck über die Arbeit der IGEL Jugend- und Familienhilfe sowie über die Situation der jugendlichen Flüchtlinge in Kamp-Bornhofen aus erster Hand. Eine Unterhaltung mit den fast vollzählig anwesenden jungen Bewohnern war wegen der noch vorhandenen großen Sprachschwierigkeiten gar nicht so einfach. Gerne hätte man mehr erfahren über das Schicksal der einzelnen jungen Menschen, die häufig Schreckliches erlebt haben, in einem fremden Land angekommen zunächst auf sich allein gestellt waren und weder die Landessprache noch die sie umgebende „fremde Welt“ kannten. Fragen zum Beispiel über ihre Eindrücke vom „neuen“ Leben und ihre Zukunftsvorstellungen konnten bei diesem ersten Besuch der Villa Maria  verständlicher Weise nicht umfassend beantwortet werden. Die Besucher sagten zu, den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Frau Sowinski informierte ihre Besucher darüber, dass die Jungen die Loreley-Schule besuchen und sich - zum größten Teil ohne jegliche sprachliche Vorkenntnisse - mit großem Eifer bemühten, dem Unterricht zu folgen, um einen Schulabschluss zu erhalten mit dem Ziel, hier einmal einen Beruf erlernen und ausüben zu können.

Die Jugendlichen könnten bis zum 21. Lebensjahr bzw. dem Ende ihrer Ausbildung unter der Betreuung der IGEL Jugend- und Familienhilfe bleiben. Zielsetzung der Wohngruppe „Villa Maria“ sei es, dem einzelnen Jugendlichen entsprechend seiner Ressourcen und individuellen Problematik Unterstützung und Hilfe in seiner ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung zu gewähren. (Die gesetzlichen Grundlagen für die Arbeit in der Wohngruppe bilden § 27 i. V. m. §§ 34 und 41, SGB VIII.) Gerne würde man – so führte Frau Sowinski aus - Patenschaften vermitteln, wie auch jede weitere Hilfe bei der Integration der jungen Menschen herzlich willkommen sei.